
Wer auf der Suche nach einem Holzgebäude für den eigenen Garten ist, stößt schnell auf Begriffe wie Gartenhaus, Blockhaus oder Blockbohlenhaus. Häufig werden diese Bezeichnungen synonym verwendet, obwohl sie sich in Konstruktion, Materialstärke und Einsatzmöglichkeit deutlich unterscheiden.
Die Wahl der richtigen Bauart beeinflusst nicht nur die Stabilität und Haltbarkeit Ihres Bauvorhabens, sondern entscheidet auch darüber, ob sich das Gebäude für kältere Jahreszeiten eignet. Dieser Überblick erklärt Ihnen die wesentlichen Merkmale der einzelnen Gebäudetypen leicht verständlich und hilft Ihnen dabei, die passende Entscheidung für Ihr Grundstück zu treffen.
Das klassische Blockhaus unterscheidet sich durch seine massive Bauart grundlegend von anderen Gebäudetypen. Während viele moderne Leichtbauten im Gerüstbau errichtet werden – bei dem ein Balkengerüst aufgebaut und anschließend verkleidet wird –, setzt das ursprüngliche Blockhaus auf massives Vollholz.
Bei dieser traditionellen Bauweise werden behandelte oder unbehandelte Baumstämme horizontal übereinandergelegt. An den Gebäudeecken sind die Stämme mit speziellen Einkerbungen versehen, sodass sie passgenau ineinandergreifen. Diese Verbindung sorgt für hohe Eigenstabilität und prägt die typische Optik.

Blockhäuser besitzen eine Jahrtausende alte Tradition. Früher wurden komplette Baumstämme im Ganzen verarbeitet. Aufgrund des enormen Gewichts und des natürlichen Setzungsverhaltens des Holzes ist man bei modernen Garten- und Wohngebäuden jedoch zu handlicheren Verfahren übergegangen.
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Das Blockbohlenhaus ist schlicht eine moderne Unterform des Blockhauses. Anstelle von ganzen Baumstämmen kommen passgenau zugesägte Holzplanken – sogenannte Bohlen – zum Einsatz. Diese Wandbohlen werden ebenfalls im horizontalen Stecksystem übereinandergeschichtet.
Ein wesentliches Merkmal des Blockbohlenbaus ist die verlässliche Nut-und-Feder-Verbindung:

Durch dieses Stecksystem kommt die Konstruktion der Außenwände weitgehend ohne Schrauben oder Nägel aus. Das verhindert Roststellen und schützt das Holz vor Feuchtigkeitseintritt. Zudem verleiht die Verzahnung dem Gebäude hohe Winddichte und Einbruchsicherheit, da sich die Wandbohlen nicht einfach von außen abhebeln lassen. Wenn Sie ein langlebiges Holzgebäude suchen, stellt die richtige Wandstärke für Ihr Gartenhaus das wichtigste Auswahlkriterium dar.
Im Gegensatz zum Blockhaus oder Blockbohlenhaus beschreibt der Begriff Gartenhaus keine spezifische Bauart. Er definiert lediglich den Standort und den Zweck eines Gebäudes im Garten.
Ein Gartenhaus kann in ganz unterschiedlichen Bauweisen konstruiert sein:

Im Sortiment moderner Hersteller bestehen hochwertige Gartenhäuser heute fast durchgehend aus soliden Blockbohlen. Während kleine Gartenhäuser oft als Werkzeugschuppen dienen, bieten mittelgroße Gartenhäuser ausreichend Platz für ein Gartenbüro, ein Hobbyzimmer oder einen gemütlichen Rückzugsort.
Um herauszufinden, welches Holzgebäude Ihren Anforderungen entspricht, hilft ein Blick auf die technischen Unterschiede bei Wandstärke, Wärmeschutz und Nutzung.
Der Wärmeschutz einer Holzwand wird über den sogenannten U-Wert in W/(m²·K) gemessen. Je niedriger dieser Wert ausfällt, desto besser isoliert die Wand gegen Kälte und Hitze. Holz besitzt von Natur aus hervorragende Dämmeigenschaften, da seine Zellstruktur Luft einschließt und Wärme nur langsam weiterleitet.
Unterschiedliche Wandstärken erfüllen dabei klare Aufgaben:
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Wenn Sie Ihr Holzgebäude in den kalten Wintermonaten beheizen möchten, reicht die bloße Holzbohle meist nicht aus. Wenn Sie erfahren möchten, wie Sie Ihr Gartenhaus isolieren, sollten Sie Boden und Dach mit einer Dämmschicht ausstatten. Auf diese Weise bleibt es auch gemütlich durch den Winter im Blockbohlenhaus.
Bevor Sie ein Holzhaus auf Ihrem Grundstück errichten, müssen Sie die rechtlichen Vorschriften vor Ort prüfen. In Österreich ist das Baurecht reine Landessache, weshalb in allen neun Bundesländern unterschiedliche Bauordnungen gelten.
Die wichtigsten Punkte bei der Planung:
Genaue Informationen zu Ihrem Bundesland finden Sie in unserem Leitfaden über Bauvorschriften für das Bauen von Holzhäusern in Österreich. Wer plant, dauerhaft im Gartenhaus zu wohnen, sollte dies vorab zwingend mit der zuständigen Gemeinde abstimmen.
Welches Modell für Sie das richtige ist, hängt von Ihrem Budget, dem verfügbaren Platz und dem geplanten Verwendungszweck ab.
Für ein reines Gerätehaus genügt ein einfaches Gartenhaus mit geringerer Wandstärke. Suchen Sie hingegen einen ganzjährig nutzbaren Raum für Gäste, Home-Office oder Freizeit, bietet ein Blockbohlenhaus ab 44 mm oder 70 mm Wandstärke die optimale Basis. Der Schritt zum eigenen Blockbohlenhaus in 5 Schritten gelingt besonders reibungslos, wenn Sie Fundament, Dämmung und Baugenehmigung frühzeitig zusammen mit dem passenden Modell planen.
Zusammenfassend ist das Gartenhaus der übergeordnete Begriff für Bauten im Grünen, während das Blockhaus die traditionsreiche Holzbauweise bezeichnet. Das moderne Blockbohlenhaus verbindet die Robustheit des Blockbaus mit passgenauer Fertigung und stellt damit die beliebteste Lösung für den heimischen Garten dar.
Ein Blockbohlenhaus ist eine moderne Variante des Blockhauses. Statt naturbelassener Baumstämme werden präzise zugesägte Holzbohlen mit Nut-und-Feder-Verbindungen verwendet, was den Aufbau vereinfacht und für dichte Wände sorgt.
Für eine Nutzung in den kälteren Monaten empfiehlt sich eine Wandstärke von mindestens 44 mm, besser noch 70 mm. Zusätzlich sollte das Gebäude an Dach und Fußboden isoliert und mit einer Heizung ausgestattet werden.
Das hängt vom jeweiligen Bundesland, der Grundfläche, der Gebäudehöhe und dem Abstand zur Grundstücksgrenze ab. Erkundigen Sie sich vor dem Bau immer bei Ihrer zuständigen Gemeinde.