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Gartenhaus bauen – Eine kurze Anleitung

Gartenhaus

Ein Gartenhaus ist eine praktische Sache. Es dient als Geräteschuppen, als Mittelpunkt der Gartenarbeiten, als Lagerraum für Spielsachen, alte Möbel, Fahrräder oder – je nach Bauart – auch als Wohnraum, als Gästezimmer, Spielhaus, Sauna, Werkstatt und, und, und.

Wenn Sie ein Gartenhaus anschaffen möchten, dann sollten Sie den Aufwand und die Kosten gut mit dem zu erwartenden Ergebnis abgleichen. Ein Gartenhaus komplett selbst zu bauen sieht zwar auf den ersten Blick billiger aus aber schon wenn man eine geeignete, langlebige Holzsorte sucht, wird es teurer, wenn man die Planung und den Zeitaufwand mit einrechnet, wieder und schließlich wird man vielleicht ein selbst gebautes Gartenhaus, welches in den meisten Fällen dann im Holzrahmenbau errichtet sein wird, in vielen Fällen nicht mit einem maschinell zugesägten professionellen Gartenhaus im Blockbohlenbau vergleichen können.

Etwas anderes ist es wohl, wenn Sie im Holzbau schon Erfahrung haben. Dann wissen Sie ja auch, dass es etwas anderes ist, ein ganzes Haus aus Holz zu bauen als etwa einen Schrank. Die Kräfte, die etwa beim Setzen und Schrumpfen des Holzes auf die Konstruktion einwirken sind gewaltig und Sie brauchen eine Konstruktion, die so beschaffen ist, dass sie diese Prozesse zulässt.

Unsere Gartenhäuser werden schon vor der Holzbearbeitung auf 18% Wassergehalt getrocknet, so dass das Setzen kein Problem mehr ist. Wenn Sie nach vergleichbarem jahrelang getrocknetem Bauholz für einen Selbstbau suchen, dann werden Sie schnell merken, dass der Selbstbau am Ende, wenn man das Endergebnis berücksichtigt, sogar teurer ist.

Gartenhaus-Bausätze bieten Qualität, Garantie und Zeitersparnis

Der Aufbau eines solchen vorgefertigten Bausatzes ist einfach und geht meist innerhalb weniger Tage. Ein detaillierter Bausatz liegt bei, alle Teile sind nummeriert und durch die genialen Eckverbindungen beim Blockbohlenbau erinnert der Aufbau in vielen Phasen mehr an Lego als an eine herkömmliche Baustelle. Er ist selbst für ungeübten Handwerker machbar und natürlich bieten Hersteller auch fachkundige Hilfe durch Partnerfirmen vor Ort an.

Eine sorgfältige Planung ist unerlässlich. Das beginnt mit der Auswahl eines passenden Modells, wobei Sie am besten auch berücksichtigen, dass eine aktuell geplante Nutzung sich schon in wenigen Jahren auch verändern könnte oder in eine Mehrfachnutzung übergehen könnte. Planen Sie also lieber etwas mehr Platz und eine etwas größere Wandstärke mit ein, als es jetzt unbedingt notwendig erscheint.

Ebenfalls der Platz für das Gartenhaus im Garten sollte sorgfältig überlegt sein. Neben dem Platzangebot ist vor allem die Beschaffenheit des Baugrundes wichtig. Er sollte von sich aus eher trocken oder jedenfalls leicht trockenbar sein, um das Gartenhaus aus Holz von Anfang an auf einen trockenen Standort zu stellen.

Werkzeugliste für den Aufbau

  • Akkuschrauber oder Schraubenzieher
  • Hammer und Gummihammer
  • Wasserwaage
  • Leiter
  • Handsäge
  • Handkreissäge
  • Maßband oder Zollstock
  • Winkel
  • Bohrmaschine
  • Schubkarre
  • Teppichmesser
  • Stechbeitel
  • Pinsel und Farbroller sowie Zubehör zum Anstreichen

Ein gutes Fundament ist wichtig für ein Gartenhaus

Wenn Sie möchten, dass Ihr Gartenhaus ein langlebig bleibt, dann ist ein gutes Fundament eine wichtige Voraussetzung dafür. Nicht nur hält es Bodenfeuchtigkeit fern, es sorgt auch für Stabilität und sichere Verankerung auch bei starken Stürmen. Nebenbei hemmt es den Unterbewuchs und gewährleistet so eine ausreichende Belüftung des Unterbodens.

Es sind verschiedene Fundamentformen möglich. Das geht von einfachen, waagerecht zueinander gelegten Bausteinen, über Pfostenfundamente, Streifenfundamente, Punktfundamente bis zu Plattenfundamenten und auch eine Auspflasterung des Bauplatzes mit Gehwegplatten oder mit Kies ist natürlich möglich.

Die solideste Lösung wäre sicher ein Streifenfundament unter den Wänden mit einem Plattenfundament in der Mitte, um die Bodenkonstruktion zu unterstützen. Auf so ein Fundament könnten Sie Gartenhäuser aller Größen bis hin zu Blockhäuser bauen.

Gleichzeitig ist es bei dieser Variante aber auch möglich, die Plattenstärke auf nur 10cm zu beschränken, so dass Sie im Vergleich mit einem einfachen Plattenfundament sogar Beton sparen.

Wie bauen Sie ein Streifenfundament mit Plattenfundament in der Mitte für Ihr Gartenhaus?

1.Schritt:

Lassen Sie sich vorab vom Hersteller einen genauen Bauplan für Ihr Gartenhaus schicken. Häufig sind dort auch schon die Punkte markiert, auf denen die Bodenkonstruktion hinterher ruhen sollte sowie die Punkte, wo die Bodenkonstruktion auf dem Fundement fixiert werden sollte.

2.Schritt:

Markieren Sie die Fläche auf dem gewünschten Bauplatz und heben Sie sie überall 20cm tief aus, so dass eine Grube mit waagerechtem Boden entsteht. Auf geneigten Bauflächen kommt natürlich auch eine Kombination aus Ausheben und Aufschütten in Frage aber bedenken Sie, dass die aufgeschütteten Flächen sich auf jeden Fall noch setzen werden. Sie werden dort dann auch eine entsprechend 20cm hohe Schalung anbringen müssen.

3.Schritt:

Verdichten Sie, falls nötig die Mittelfläche bis auf 30cm an die Außenränder. Sie könnten auch jetzt schon eine etwa 10cm dicke Kiesschicht über diesen mittleren Teil mit verdichten.

4.Schritt:

Unter den Außenwänden gehen Sie für das Streifenfundament noch einmal 60cm tiefer. Dies Gräben können etwa 30cm breit sein. Zur Außenoberfläche liegen diese Fundamente also am Ende 80cm tief, außer Sie planen von Anfang an ein etwas erhöhtes Fundament für Ihr Gartenhaus, um es vor Oberflächenwasser zu schützen.

5.Schritt:

Bringen Sie außen herum eine Schalung mit glatten Oberkanten an, über die Sie den frischen Beton später abziehen können.

6.Schritt:

Legen Sie ein PE-Folie über die Mittelfläche und legen dort Bewehrungsmatten aus, damit es nicht zu einer Rissbildung kommt.

Eine andere Reihenfolge könnte sein, dass Sie zuerst die Gräben bis 60 cm voll mit Beton füllen und danach erst den Kies auf der Mittelfläche verdichten, Folie und Bewehrungsmatten ausbringen. Dann sollten Sie aber schnell arbeiten, damit Sie die Mittelplatte noch gießen können, bevor der Beton in den Seitenstreifen beginnt hart zu werden.

7.Schritt:

Sie füllen die gesamte Schalung mit Beton und ziehen Sie eine Plane darüber.

8.Schritt:

Decken Sie das gesamt Fundament für die nächsten drei Tage mit einer Plane zu, damit es schön langsam abbindet. Dann können Sie auch die Schalung entfernen.

9.Schritt: Warten Sie drei Wochen, bis das Fundament völlig ausgehärtet ist.

Der Fertigbausatz für Ihr Gartenhaus ist angekommen. Wie geht es weiter?

Wenn Sie eine Möglichkeit haben, Ihr Gartenhaus schon wettersicher auszupacken, etwa in einer Scheune, dann tun Sie das ruhig. Machen Sie sich mit dem Bauplan und den Teilen vertraut, damit Sie verstehen, welche Teile wohin verbaut werden. Sie können die Gelegenheit auch nutzen, alle Teile mit einer Grundierung für den späteren Anstrich beziehungsweise mit einem Holzschutz zu versehen. Wenn sie keine Scheune haben, dann lassen Sie das Paket am besten erst mal ungeöffnet, damit das Holz vor der Witterung geschützt bleibt bis das Wetter schön wird und mit der Aufbau beginnen können.

Der Aufbau

Der Unterbau ist der Teil, der es Ihnen ermöglichen wird, Ihr Gartenhaus komplikationslos aufzubauen, wenn Sie diesen sorgfältig durchführen. Legen Sie die Fundamentbalken gemäß der Anleitung waagerecht aus. Hier zahlt es sich aus, wenn Sie das Fundament schon sorgfältig waagerecht abgezogen haben. Sie können die Fundamentbalken auch auf Streifen von Dachpappe legen, um sie noch einmal gegen Feuchtigkeit von unten abzusichern. Messen Sie dann sorgfältig aus, ob alle Winkel wirklich rechtwinklig sind. Die Fundamentbalken werden dann mit Schrauben direkt und mit Winkeleisen am Fundament stabil befestigt.

Auch die Bodenbalken, die zwischen die Fundamentbalken gelegt und an diesen fixiert werden, sollten absolut waagerecht und in rechten Winkeln verlegt werden.

Bauen Sie dann die Wände gemäß der Anleitung auf die Fundamentbalken auf. Nutzen Sie ein Montageholz mit passenden Nuten, so dass Sie die Federn nicht beschädigen, wenn Sie die oberen Elemente mit dem Gummihammer in die unteren einschlagen. Ab einer Wandstärke von 40mm werden Sie mittels Doppelnut und Feder verbundene Wandbohlen haben, die etwas Kraft brauchen, um ineinander geschlagen zu werden, dann hinterher aber auch absolut dicht sind.

Während Sie die Wände so hochziehen achten Sie darauf, dass die jeweils oberen Bohlen auch wirklich ganz eingefügt werden und dass sie auch im oberen Bereich waagerecht bleiben.

Das Dach

In der Regel werden die ersten beiden Dachbalken beim Gartenhaus die Wände oben abschließen. Nach der Errichtung der Giebel haben Sie schon passende Aussparungen für die restlichen Dachbalken. Befestigen Sie den Dachstuhl gut an den Wänden.

Die Dachpfetten werden dann aufgeschraubt, danach kann die Dachschalung angebracht werden und auf den Dachpfetten verschraubt oder vernagelt werden.

Am Ende schneiden Sie die Schalbretter mithilfe einer Führungsschiene an den Enden gerade ab.

Nach dem Decken des Daches werden die Traufenleisten und die Giebelzierbretter angebracht und Sie können sich dem Boden widmen.

Das Gartenhaus ist fast fertig: Der Boden und der endgültige Anstrich

Lassen Sie beim Aufnageln der Bodendielen auf die Bodenbalken an den Rändern etwa jeweils 3mm als Dehnungsfugen zu den Wänden hin frei. Diesen Spalt verschließen Sie dann mit den Fußbodenleisten. Falls Sie eine Isolierung planen, können Sie diese natürlich auch gut schon vorher zwischen die Bodenbalken oder unter den Bodendielen anbringen.

Der endgültige Anstrich gibt Ihrem Gartenhaus dann die passende, gefällige Optik und gleichzeitig einen langfristigen Wetterschutz.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns oder rufen Sie uns unter 0720 880 565 an.

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Ein eigenes Gartenhaus – Der Sommer kann kommen

Gartenhaus

Haben Sie schon ein Gartenhaus in Ihrem Garten? Der Frühling hat nun endgültig den Durchbruch geschafft, die Natur ist unwiderruflich erwacht und beschenkt uns ab jetzt mit ihrer reichen Vielfalt an Pflanzen und Blüten. Im Naturgarten summen Insekten herum und die Vögel singen und sammeln schon fleißig Nistmaterial.

Der Gärtner wird nun öfter im Garten beschäftigt sein. Ob Sie einen Nutzgarten mit Obst und Gemüse betreiben, einen Ziergarten, einen Naturgarten oder sogar eine Mischung daraus: Ein Gartenhaus bietet viele Optionen, die Arbeit zu erleichtern, besser zu organisieren und es bietet auch die Möglichkeit, ein bewohnbares Zimmer in den Garten zu stellen, einen einfachen Aufenthaltsraum, eine regelrechte Gartenlounge mit gemütlichen Sitzmöbeln, vielleicht einer Bar und Unterhaltungselektronik, einen ruhigen Raum, wohin man sich mal mit einem guten Buch zurückziehen kann, ein Raum mit überdachter Veranda, wohin man an schönen Sommerabenden Freunde zum Essen einladen kann, einen Hobbyraum, Spielhaus für die Kinder, Raum für Gartenpartys, Gartensauna, Fitnessraum, Yogaraum, Meditationsraum oder wieder – und so ist es in den weitaus meisten Fällen in der Praxis – einen Gartenraum mit gemischter Nutzung.

Ein Gartenhaus macht Ihren Garten zu einem bewohnbaren Raum, bezieht ihn als wohltuende Option in Ihr Alltagsleben mit ein, verändert seinen Charakter von einer Ansammlung von Beeten und verschiedenen Gewächsen zu einer Erweiterung des Lebensraumes.

Viele Wege führen zu einem eigenen Gartenhaus

Die wichtigste Voraussetzung besteht in einer sorgfältigen Planung: Wofür möchten Sie Ihr neues Gartenhaus hauptsächlich verwenden? Das ist wichtig, um die Eigenschaften, wie Größe und Wandstärke aber auch Baustil, Dachform und Optionen wie Fensterform, Material, Veranda und so weiter zu bestimmen.

Ein Gartenhaus, welches hauptsächlich als Lagerraum dienen soll, weil Sie dann im Haupthaus einmal so richtig aufräumen könnten und viele gute Sachen vielleicht für eine spätere Abgabe oder Verkauf sicher und trocken aufbewahren können oder ein Geräteschuppen, der die Gartenmaterialien, Werkzeuge und Geräte aufnimmt und vielleicht noch ein paar Spiele für draußen oder die Fahrräder kann durchaus auch kleine Fenster haben und eine geringe Wandstärke.

Bevor Sie sich allerdings auf so ein eher preiswertes Modell festlegen, wo manche Nutzungsarten, wie eine Bewohnung oder Heizung ausgeschlossen oder ungünstig sind, bedenken Sie, dass Sie vielleicht besser fahren, wenn Sie ein Gartenhaus kaufen, welches von Anfang an so gebaut ist, dass eine Entwicklung der Nutzung möglich ist und so auch eine Entwicklung Ihrer eigenen Lebensumstände.

Kinder werden älter und möchten vielleicht im Teenageralter lieber ihr eigenes Reich im Garten bewohnen als im Haus der Eltern zu bleiben, vielleicht möchten Sie mal ältere Verwandte bei sich aufnehmen, ein bewohnbares Gartenhaus lässt sich auch leicht vielseitig möblieren und kann als exklusives Gästezimmer dienen, oder sogar für Übernachtungen vermietet. Im Internet bieten sich inzwischen Möglichkeiten, zahlende Gäste zu finden. Hobbys kommen hinzu oder ändern sich, vielleicht könnten Sie auch bald in einem Gartenbüro arbeiten, statt jeden Tag in die Firma zu fahren? Die elektronische Vernetzung macht solche Modelle für mehr und mehr Menschen möglich.

Ein bewohnbares Gartenhaus sollte eine bestimmte Wandstärke nicht unterschreiten

Zum einen wird ein Gartenhaus, welches zumindest eine Option für eine spätere Bewohnung offen lassen soll etwas größer ausfallen als ein einfacher Geräteschuppen. Daher ist es gut, auch mit massiveren, stabilen Wandbohlen zu arbeiten. Bei professionellen Herstellern werden diese massiven Bohlen dann durch Aussparungen an den Ecken mit stabilen Eckverbindungen zusammengesetzt und erhalten dadurch eine überragende Stabilität.

Eine vielleicht  in der Zukunft einmal nötige oder jedenfalls angenehme Isolierung wird durch eine entsprechende Wandstärke ebenfalls deutlich einfacher und effektiver, da Holz an sich schon ein hervorragender natürlicher Isolationsstoff ist. Man kann bei einem Vergleich mit einer Steinmauer etwa einen Faktor von sieben ansetzen. Eine 70mm starke Holzwand würde also eine Wärmeisolierung bieten, wie eine 42cm dicke gemauerte Wand.

Unsere mittelgroßen bis großen Gartenhäuser haben in der Regel Wandstärken von mindestens 40mm oder mehr. Ab dieser Wandstärke sind die Wandbohlen dann auch nicht mehr nur mit einfacher sondern mit doppelter Nut und Feder längs verbunden, so dass auch bei eventuellem Arbeiten des Holzes in der Regel keine Spalten entstehen. Außerdem liefern wir jedes Gartenhaus auch mit einer 5 Jahres-Garantie.

Variable Mehrfachnutzung leicht gemacht: Wählen Sie ein Gartenhaus mit integriertem Geräteschuppen

Gartenhäuser unterliegen in der Regel mehrfachen Nutzungen. Es gibt aber auch Nutzungen, die sich gegenseitig ausschließen. Wenn Sie Ihr Gartenhaus als Gartenbüro ausbauen, in dem Sie vielleicht Kunden oder Geschäftspartner empfangen, dann möchten Sie vermutlich nicht, dass die lehmverschmierten Gummistiefel vor der Türe und die schmutzige Schaufel im Besprechungszimmer steht. Ähnliche Konflikte zwischen der traditionellen Nutzung als logistische Zentrale für die Gartenarbeiten könnten sich auch bei einer Nutzung als Sauna, Gartenlounge oder Gästezimmer ergeben.

Für diese Fälle bieten wir auch Gartenhäuser an, wo ein von außen zugänglicher Geräteschuppen unter demselben Dach integriert ist.

Sehen Sie sich in unserem Gartenhaus – Sortiment einmal etwas um. Sie werden vermutlich schon ein Modell finden, was für Ihre speziellen Bedürfnisse gut geeignet ist.

Unsere Gartenhäuser werden aus langlebiger, fester nordischen Fichte gefertigt, qualitätskontrolliert und  ohne zusätzliche Lieferkosten zu Ihnen nach Hause gebracht.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns oder rufen Sie Martin unter 0720 880 565 an.

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Perfekt für den Sommer: Das eigene Gartenhaus

Sommer scheint endgültig den Durchbruch geschafft zu haben, und wie immer steigert sich zu dieser Jahreszeit neben der Durchschnittstemperatur auch die Lust am draußen sein. Zahllose Menschen bevölkern die Innenstädte, die Freibäder, die Radwege und die Flussufer der Republik.

Zu einem richtigen Sommer gehören auch Gartenpartys mit Freunden und Verwandten. Da auch in den warmen Monaten (fast) jeden Abend der Zeitpunkt kommt, an dem es zu frisch wird, um weiter draußen zu sitzen, legen sich immer mehr Menschen ein Gartenhaus zu. Wenn auch Sie über diese Art von zusätzlichem Wohnraum nachdenken, sind Sie hier genau richtig.

Denn in diesem Artikel erklären wir, worauf es ankommt, wenn Sie ein Gartenhaus bauen wollen. Welche Genehmigungen sind erforderlich? Welche Art von Holz ist am besten geeignet? Auf diese und weitere Fragen finden Sie hier Antwort.

Die Vorüberlegungen

Bevor es an den eigentlichen Bau geht, müssen Sie sich zunächst einige grundlegende Fragen beantworten:

  • Welchem Zweck soll das Haus dienen?

Wie oben bereits angesprochen, nutzen viele Menschen das Gartenhaus, um auch bei niedrigeren Temperaturen „draußen“ sitzen zu können. Wenn auch Sie ihre Laube zu diesem Zweck bauen, muss sie hinsichtlich Material und Ausstattung natürlich ganz andere Kriterien erfüllen, als wenn sie einfach nur als Geräteschuppen fungieren soll.

  • Wo soll das Gartenhaus stehen?

Als nächstes brauchen Sie ein hübsches Plätzchen für Ihr Gartenhaus. Experten raten dazu, es eher an einer sonnigen Stelle zu platzieren. Im Schatten eines großen Baumes macht es zwar optisch besonders viel her, es werden aber auch viel schneller Ausbesserungen und Reparaturen erforderlich. Der Grund liegt auf der Hand: Je schlechter das Gartenhaus trocknet, desto eher nimmt das Holz, aus dem es besteht, Schaden.

Wenn Sie sich für einen Platz am Rand Ihres Grundstücks entscheiden, sollten Sie vorher auf jeden Fall mit dem angrenzenden Nachbarn sprechen. Aus Gartenhäusern am Grundstücksrand ist nämlich leider schon so mancher handfeste Nachbarschaftsstreit entbrannt.

  • Welche Genehmigungen brauche ich für den Bau?

Die geltenden Verordnungen variieren von Bundesland zu Bundesland. Pauschal lässt sich diese Frage also nicht beantworten, vielmehr ist ein Blick in die Länderbauordnung unerlässlich. Erkundigen Sie sich zusätzlich bei einer kostenlosen Beratung im Bauamt Ihrer Gemeinde, ob dort spezielle Sonderregelungen gelten.

Bis zu einer gewissen Größe sind Gartenhäuschen in einigen Bundesländern zwar genehmigungsfrei, aber auch in diesem Fall können Sie nicht einfach drauflos zimmern. Denn auch in diesem Fall müssen sie mit dem öffentlichen Baurecht vereinbar sein.Planen und Bauen

Haben Sie sich für den Verwendungszweck und die Lage des Häuschens entschieden, geht es nun die detaillierte Planung. Die wichtigste Frage lautet natürlich: Welches Holz eignet sich am besten für den Bau? Es geht dabei vor allem um die Außenwände, da deren Material äußeren Einflüssen wie Regen gegenüber besonders resistent sein muss.

Verwenden Sie zum Bau vorgefertigte Holzbalken, die Sie nur noch zusammenstecken müssen, so wird Ihnen die Wahl ohnehin abgenommen. Wollen Sie dagegen noch mehr selbst machen, sollten Sie sich am ehesten für Lärche oder Douglasie entscheiden, da beide Hölzer äußerst witterungsbeständig sind.

Wollen Sie hier sparen, können Sie stattdessen auch auf behandeltes Fichtenholz setzen. Für den Innenraum ist es wegen des günstigen Preises ohnehin geeignet, und mit der richtigen Lasur wird es auch für den Außeneinsatz zur veritablen Alternative.

Je nach Nutzung ändert sich auch die erforderliche Stärke der Außenwände. Während Fahrräder oder Gartengeräte auch in einem dünnwandigen Schuppen bestens aufgehoben sind, erfordert die Nutzung als zusätzliche Wohnfläche schon etwas andere Wandstärken. Auch über Dämmmaterialien sollten Sie in diesem Fall nachdenken.

Auf jeden Fall ein Fundament legen

Egal, wie klein Ihr Gartenhaus auch ausfallen mag – ein vernünftiges Fundament braucht es auf jeden Fall. Alleine schon um Feuchtigkeit von unten und somit Schimmelbildung aufzuhalten, ist es erforderlich. Sie können es entweder mit steinernen Platten oder als Streifenfundament legen. Das bedeutet, dass es nur da verläuft, wo später Außenwände sind. Da es aus Beton gegossen wird, erfordert es etwas mehr Aufwand.

Ein bisschen graben müssen Sie in jedem Fall. Denn zwischen Fundament und Boden muss Luft zirkulieren können. Grund ist auch hier Schimmelprävention. Die einfachste Möglichkeit, für genügend Zwischenraum zu sorgen, sind Balken zwischen Fundament und dem Boden der Laube.

Wenn Sie an Ihre Grenzen stoßen

Ist der Grundstein erfolgreich gelegt, können die eigentlichen Arbeiten beginnen. Viele davon können Sie als halbwegs begabter Hobbyhandwerker relativ einfach selbst erledigen. Das Fundament haben wir bereits erklärt, und auch das Behandeln des Holzes oder den Aufbau der Hütte schaffen Sie mit ein wenig handwerklichem Geschick.

Sollte es doch einmal zu Problemen kommen, müssen Sie nicht gleich einen teuren Profi engagieren. Fundierte Hilfe bekommen Sie auch im Internet. Natürlich nicht überall, aber an den richtigen Stellen wird Ihnen durchaus qualifiziert geholfen. Eine dieser Stellen ist das Portal haus.co. Sein Konzept: Sie reichen Ihre Frage ein, und diese wird an einen registrierten Spezialisten (der dafür seine Qualifikationen nachgewiesen hat) weiter geleitet. Der Fachmann beantwortet Ihre Frage, ohne dass für Sie Kosten entstehen. Bewaffnet mit dem neuen Wissen können Sie dann weiter bauen.

Eine Ausnahme gibt es allerdings: Die Elektrik sollten Sie immer einem Fachmann überlassen. Zu groß ist die Gefahr, dass Sie hier Fehler machen, die sich negativ auf die Lebensdauer Ihres Gartenhäuschens auswirken.