Ein Blockhaus selbst zu bauen heißt in der Praxis meist: einen vorgefertigten Bausatz nach Anleitung aufzustellen. Das gelingt mit Gummihammer, Wasserwaage und zwei Helfern. Ein Naturstammhaus aus rohen Stämmen verlangt dagegen Zimmererwissen, weil das Holz noch Wochen und Monate schwindet. Entscheidend sind vier Punkte: Holzfeuchte, Eckverbindung, Fundament und Baurecht.
| Variante | Für wen | Hauptrisiko |
|---|---|---|
| Bausatz aus Blockbohlen | Heimwerker mit Anleitung | Fundament nicht exakt waagerecht |
| Naturstamm- oder Rundholzbau | Zimmerer, erfahrene Selbstbauer | Setzung, undichte Fugen, hoher Holzbedarf |

Ein Blockhaus oder eine Blockhütte ist ein Haus, dessen Wände aus horizontal übereinander liegenden, mehr oder weniger bearbeiteten Baumstämmen bestehen. Die Bauform ist in nordischen und kühlen Gegenden aller Kontinente verbreitet. Sie kommt mit einer einfachen, aber höchst stabilen Konstruktion aus, die fast ohne Eisen oder Stahl auskommt.
Der große Vorteil: Holz ist ein hochwirksamer natürlicher Dämmstoff und für ein angenehmes, gesundes Raumklima bekannt. Fichtenholz hat laut der Bauphysik-Dokumentation von KLH eine normative Wärmeleitfähigkeit von 0,12 W/(m·K). Ziegel liegen nach gängigen Tabellenwerten bei 0,38 bis 0,52 W/(m·K), Beton bei 1,6 bis 2,1 W/(m·K). Holz leitet Wärme also deutlich schlechter.
Dazu kommt die Ökobilanz. Ein Blockhaus besteht aus einem nachwachsenden Rohstoff, der noch recht häufig anzutreffen ist. Es belastet Ressourcen kaum und ist ökologisch nachhaltig.
Gemeinsames Merkmal ist die Blockbohlenbauweise: Die Gebäude erhalten allein durch die Eckverbindungen ihre Stabilität, ohne weitere technische Hilfsmittel. Die Ecken unterscheiden sich allerdings deutlich:
Weitere Unterschiede betreffen die Bearbeitung der Stämme. Sie reicht von unbehauenen, sogar ungeschälten Stämmen über geschälte Stämme bis zu dicken Bohlen, die an den Längsseiten zugesägt sind. Auch bei Fenstern und Türen, bei der Aufsattelung der Sparren und bei der Abdichtung zwischen den Lagen gibt es verschiedene Techniken.
Die Holzart spielt ebenfalls eine Rolle. Sie müssen wissen, wie sie sich bei Witterung, Heizung und Trocknung verhält. Für den Anschluss der untersten Lagen an das Fundament gibt es wiederum mehrere Lösungen.
Das hängt vom Verwendungszweck ab und von Ihrem Budget. Ein Haus in Naturstammbauweise ist schon wegen der Holzmenge nicht billig. Soll es innen trocken bleiben, brauchen Sie Expertenwissen. Das Haus muss so konstruiert sein, dass die Schrumpfung des Holzes, die sogenannte „Setzung“, keine Ausbesserungen nötig macht. Noch anspruchsvoller wird es, wenn das Haus beheizbar sein und einen guten Wärmedämmwert haben soll.
Am einfachsten und effektivsten ist ein vorgefertigter Bausatz, den Sie mit der detaillierten Anleitung fast wie ein Legohaus zusammenbauen. Die bearbeitete Oberfläche der Wandbohlen sorgt für ein einheitliches Bild. Am besten verwenden Sie vorgetrocknetes Holz, das sich weder bei Wetterwechseln noch beim Heizen verzieht, und bewährte Konstruktionspläne.
Die Setzung entscheidet, ob Türen später klemmen. Die Blockhausakademie nennt als Faustformel nach DIN 4074 rund 0,24 % Schwund je 1 % Holzfeuchte. Der Holzbau-Fachautor Harald Ludwig nennt für Rundholz eine Lieferfeuchte über 24 %, für verleimte Blockbohlen 16 bis 18 %.
Das ist der Grund, warum Sie bei Bausätzen nach der Holzfeuchte fragen sollten. Je trockener das Holz, desto kleiner die Setzung.
Unsere Blockbohlenhäuser kommen als passgenauer Bausatz mit Aufbauanleitung zu Ihnen. Sie sparen sich Kerben, Trocknung und Konstruktionsrisiko.
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Blockhäuser aus passgenau zugesägten Bausätzen heißen auch Blockbohlenhäuser. Sie haben gegenüber dem Selbstbau mehrere Vorteile. Einer davon ist die dauerhaft dichte Verbindung der liegenden Wandbohlen, die Sie im Selbstbau kaum so perfekt erreichen. Dadurch erhalten Sie ein Kosten-Nutzen-Verhältnis, das Selbstbauten nicht bieten.
Unsere Blockhäuser haben, wie alle unsere Bauwerke vom Gartenhaus bis zur Holzgarage, ab 40 mm Wandstärke stabile Doppelnut-und-Feder-Verbindungen. Sie verbinden die Bohlen zuverlässig dicht und stabil. Die meisten unserer Blockbohlenhäuser haben 70 mm starke Wände, einige 92 mm.

Wer ganzjährig heizen will, rechnet besser nach. Eine 70-mm-Bohle hat bei λ = 0,12 W/(m·K) einen Wärmedurchlasswiderstand von nur etwa 0,58 m²K/W. Der U-Wert der Wand liegt damit grob bei 1,2 W/(m²K). Das ist die Grundlage, nicht das Endergebnis. Ergänzen Sie Dach und Boden mit Dämmung, wie in unserem Ratgeber zum Gartenhaus isolieren beschrieben. Für unsere Ferienhäuser bieten wir Isolationssets für Dach und Boden an. So entsteht eine hervorragende Grundlage für den Ausbau zum Niedrigenergiehaus.
Das Fundament entscheidet über Passgenauigkeit. Ein Blockhaushersteller schreibt in seiner Montageanleitung, dass nur ein absolut waagerechtes und tragfähiges Fundament die einwandfreie Montage der Bohlen sichert. Möglich sind Punktfundamente oder eine Betonplatte. Die Lagerhölzer sollten alle 50 bis 60 cm aufliegen, damit der Boden nicht federt. Das Fundament soll mindestens 5 cm über das Geländeniveau ragen.
Holzbauer rechnen außerdem mit mindestens 30 cm Abstand zwischen Gelände und Holzunterkante, bei einem 20 cm breiten Kiesstreifen mit 15 cm. Das schützt vor Spritzwasser. Kosten und Varianten erklären wir im Beitrag zu den Fundament-Kosten.
Danach läuft der Aufbau in diesen Schritten:
Eine schrittweise Anleitung finden Sie auch in unserem Beitrag Gartenhaus bauen: Anleitung für Planung und Aufbau.
Häufiger Fehler: Türrahmen und Fensterlaibungen starr mit der Wand verschrauben. Setzt sich die Wand um 2 bis 5 cm, drückt sie auf den Rahmen, und die Tür klemmt oder das Glas springt. Bauen Sie Setzungsspielraum über Tür und Fenster ein. Gleichzeitig müssen Sie unbehandelte Bohlen vor und nach dem Einbau mit Holzschutz streichen.
Wann das nicht passt: Fehlen Ihnen Zeit, Platz für Rüsttage oder ein ebenes Grundstück? Dann lohnt sich ein schlüsselfertiges Modell oder der Montageservice. Wir montieren auf Wunsch mit eigenem Team in Österreich, Deutschland und der Schweiz.
Baurecht ist Ländersache. Je nach Bundesland ist für ein kleines Gebäude wie ein Gartenhaus eine Bauanzeige oder eine Baubewilligung nötig. In Niederösterreich ist eine Gartenhütte bis 10 m² überbauter Fläche und 3 m Höhe außerhalb von Schutzzonen und vorderem Bauwich frei von Bewilligung, Anzeige und Meldung. In Oberösterreich genügt im Bauland von 15 m² bis 35 m² eine Bauanzeige, größere Hütten brauchen eine Bewilligung.
Beides gilt für Gebäude ohne Wohnnutzung. Ein Blockhaus mit Bad, Küche oder Schlafzimmer und 30 m² oder mehr ist meist bewilligungspflichtig. Klären Sie Abstände und Widmung vor der Bestellung bei Ihrer Gemeinde. Mehr dazu lesen Sie in unseren Ratgebern zu den Bauvorschriften für Holzhäuser und zum Wohnen im Gartenhaus.

Bei Größen, Wandstärken und Grundrissen beraten wir Sie persönlich. Bei Bedarf passen wir ein Modell an Ihr Grundstück an.
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Ein Blockhaus selbst zu bauen gelingt am sichersten mit einem Bausatz aus trockenen Bohlen, einem exakten Fundament und einem geklärten Baurecht. Für Fragen zu Modellen und Aufbau erreichen Sie uns unter 0720 880 565.
Ja, wenn Sie einen vorgefertigten Bausatz mit Anleitung wählen. Sie brauchen Handsäge, Gummihammer, Wasserwaage, Bandmaß und Helfer. Naturstammhäuser sollten Sie dagegen Zimmerern überlassen.
Das hängt von Holzart, Holzfeuchte und Bauweise ab. Quellen nennen 10 bis 50 mm je Höhenmeter, bei verleimten, trockenen Bohlen eher am unteren Ende. Planen Sie über Fenstern und Türen Spielraum ein.
Meist ja, sobald das Haus größer als 10 bis 15 m² ist oder Wohnräume enthält. Die Grenzen unterscheiden sich je nach Bundesland, daher fragen Sie vorab bei der Gemeinde nach.