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Welche Fundamenttypen werden bei einem Gartenhaus am meisten verwendet?

Ein ebenes, stabiles und sicheres Fundament ist einer der wichtigsten Aspekte, wenn nicht sogar der wichtigste Ausgangspunkt beim Bau eines Gartenhauses, Geräteschuppens oder jedes anderen Gartengebäudes.

Ein gutes Fundament gewährleistet Stabilität, eine problemlose Montage, Langlebigkeit und eine attraktive Erscheinung. Ein schlechtes Fundament hingegen führt zum Gegenteil und übt auf das gesamte Haus großen Druck aus, der neben einer kürzeren Lebensdauer auch zu vielen anderen Problemen führen kann wie z.B. Lücken zwischen den Wandbrettern, einem schlechten Aussehen sowie Problemen mit Türen und Fenstern.

Die folgenden Fundamenttypen eignen sich alle für Gartenhäuser, wobei jeder Typ seine Vor- und Nachteile hat. Wir werden daher jeden einzelnen Typ näher betrachten, um Ihnen die Auswahl des besten Fundamenttyps in Abhängigkeit vom Untergrund, der Hausgröße und Ihrem Budget zu erleichtern.

A) Anpassbare Sockel oder Leichtbausteine auf Kies

Bei einem Punktfundament stehen anpassbare Halterungen bei unseren Kunden an zweiter Stelle in der Beliebtheit, und unsere Montageteams empfehlen ein derartiges Fundament ausdrücklich, wenn Sie eine stabile und haltbare Basis für Ihren Gartenschuppen oder Ihr Gartenhaus suchen. Diese Option ist außerdem sehr günstig. Im Vergleich zu Leichtbausteinen lassen sich anpassbare Sockel sehr leicht auf das gewünschte Niveau bringen.

Fundamenttypen

Wie wird ein Fundament mit anpassbaren Sockelhalterungen hergestellt?

Stellen Sie zunächst fest, wie viele Sockelhalterungen Sie für Ihr Gartenhaus benötigen. Dabei hilft Ihnen der Grundriss des Gartenhauses. Der Preis für eine anpassbare Sockelhalterung beträgt 3 bis 5 Euro. Eine andere Option sind Leichtbausteine auf Kies.

Heben Sie 20 cm Erde aus und rechnen Sie zusätzliche 10 cm außerhalb des Grundrisses des Gartenhauses ein, damit um das Haus herum ein trockener Bodenstreifen entsteht.

Decken Sie die Innenseite des ausgegrabenen Bereichs mit Holzbrettern ab. Dies erleichtert das Aufschütten von Kies, der so auch leichter in eine ebene, eckige Form gebracht werden kann.

Decken Sie den Boden mit einer entsprechenden Folie ab, damit Gras nicht durch das Fundament wachsen kann. Füllen Sie das Loch mit einer Sauberkeitsschicht von Gesteinskörnungen oder Kies und ebnen Sie die Schicht mit einem Rechen.

Platzieren Sie nun die Sockelhalterungen oder Leichtbausteine gemäß dem Fundamentplan. Wir empfehlen einen Abstand von 70-80 cm zwischen den Halterungen. Stellen Sie sicher, dass alle Fundamenthölzer (äußere wie innere) abgestützt sind.

Schrauben Sie nun den Fundamentrahmen gemäß Bauzeichnung zusammen, platzieren Sie ihn auf den Halterungen, passen Sie die Höhe der Halterungen so an, dass der Fundamentrahmen waagerecht liegt, und schrauben Sie dann die Fundamenthölzer an den Halterungen fest.

Bei der Verwendung von Leichtbausteinen platzieren Sie zunächst die Steine gemäß Fundamentplan, schrauben dann den gesamten Fundamentrahmen zusammen, legen diesen dann waagerecht auf den Steinen auf und verschrauben Sie die äußeren Fundamenthölzer mit den Steinblöcken. Bitumenstreifen unter den Fundamenthölzern eignen sich gut zum Ausgleichen und halten den Rahmen trocken.

B) Plattenfundament aus Beton

Bei einem Betonfundament können Sie garantiert nichts falsch machen, egal ob Sie einen kleinen Schuppen, ein Gartenhaus von 4×5 m oder aber ein 5×10 m großes Gartenbüro bauen. Ein derartiges Fundament ist am haltbarsten und überaus stabil, andererseits aber einer der teuersten Fundamenttypen, der auch mehr Arbeitsstunden benötigt!

Gartenhaus Fundamenttypen

Wie stellen Sie ein Betonfundament her?

Falls Sie nahe eines Zauns, Baums, einer Mauer oder ähnlichem bauen, sollten Sie mindestens einen halben Meter zusätzlich für den Dachüberhang und eine problemlose Montage und spätere Wartung einplanen. Markieren Sie den Bereich und heben Sie ca. 20 cm Erde gemäß der Bauzeichnung aus. An allen Seiten sollten Sie 5 cm mehr ausheben für den Holzrahmen, den Sie später montieren.

Füllen Sie nun den ausgehobenen Bereich mit 15 cm Gesteinskörnungen oder Kies. Ebnen Sie die Fläche mit einem Rechen und verdichten Sie sie mit einer Miniwalze oder einem Stampfer.

Als nächstes bauen Sie einen Holzrahmen oder eine Schalung, in die der Beton gegossen wird. Stützen Sie den Rahmen von außen ab, indem Sie einige Pfosten entlang der Außenseite des Rahmens oder der Schalung in den Boden schlagen. Bringen Sie den Holzrahmen so an, dass die Oberkante der Betonplatte 4-5 cm über dem Untergrund abschließt. Dies gewährleistet ein Ablaufen von Wasser anstatt eines Ansammelns um das Fundament. Der innere Bereich des Holzrahmens muss genau mit dem Grundriss Ihres Gartenhauses übereinstimmen und waagerecht sein.

Vermessen Sie alle vier Seiten und vergleichen Sie die Diagonalen, die gleich lang sein müssen. Verwenden Sie eine Wasserwaage, um zu gewährleisten, dass der Rahmen absolut eben ist.

Decken Sie nun die gesamte Fundamentoberfläche mit feuchtigkeitsbeständiger Folie ab, die das Holzhaus vor Feuchtigkeit schützen wird.

Bei Holzhäusern mit einer Fläche von mehr als 10 m2 sollten Sie eine Baustahlmatte verwenden. Diese erhöht die Stabilität beträchtlich und schützt vor Rissen. Die Stahlstäbe sollten auf die mittige Höhe der Platte gehoben werden.

In der nächsten Phase gießen Sie Beton in die Schalung. Sie können Ihren eigenen Beton mischen oder fertigen benutzen. Sie benötigen eine Schubkarre, eine Schaufel, ein langes Holzstück mit gerader Kante und eine zusätzliche Person. Wenn Sie Ihren eigenen Beton mischen wollen, benötigen Sie außerdem noch einen Zementmischer.

Beginnen Sie das Gießen an einer Seite und arbeiten Sie in Richtung der anderen Seite. Mit einer Schaufel und einem langen Holzstück können Sie den frischen Beton ebenen. Das Aushärten erfolgt an warmen Tagen in 2-3 Stunden und in 4 Stunden an kühleren Tagen. Entfernen Sie die vorher angebrachten Pfosten und schlagen Sie den Holzrahmen um das Fundament ab. In 3-4 Tagen ist der Beton vollständig ausgehärtet. Erst dann können Sie mit der Montage Ihres Gartenhauses beginnen.

C) Streifenfundament

Ein Streifenfundament ist eine einfache, leichte und günstige Alternative zum Plattenfundament aus Beton. Es eignet sich für fast jedes Gartengebäude, wenn der Untergrund nicht zu geneigt ist. Falls Sie später ein neues Gartenhaus kaufen, lassen sich die alten Streifen einfach entfernen und ein neues Fundament kann schnell angelegt werden. Betonstreifen sind kräftig und stabil.

Gartenhaus Fundamenttypen

Wir wird ein Streifenfundament hergestellt?

Markieren Sie zunächst die Streifen gemäß dem Grundriss Ihres Gartenhauses. Die Streifen müssen senkrecht zu den inneren Fundamenthölzern verlaufen. 90-100 cm zwischen den Streifen gewährleisten, dass die Fundamenthölzer und die Bodenbretter stabil sind und sich nicht biegen.

Heben Sie nun 15-20 cm tiefe und 15 cm breite Streifen gemäß dem Grundriss Ihres Gartenhauses aus. Füllen Sie die Streifen mit Gesteinskörnungen oder Kies. Bauen Sie den Holzrahmen ca. 5 cm über dem Untergrund, so dass die Oberkanten der Streifen denselben Abstand vom Untergrund haben. Dies gewährleistet eine gute Belüftung und schützt das Holzhaus vor Feuchtigkeit. Stützen Sie die Holzrahmen von außen mit Pfosten ab, die Sie in den Boden stampfen und an den Holzrahmen festnageln. Dies verleiht den Rahmen Stabilität, wenn der Beton beim Aushärten Druck ausübt.

Für mehr Stabilität empfehlen wir Baustahlmatten in den Streifen. Vor dem Ausgießen des Betons heben Sie die Baustahlmatte 4-5 cm vom Untergrund an, so dass sie sich auf mittiger Höhe in den Streifen befinden.

Gießen Sie nun den Beton in die Holzrahmen. Da ein Streifenfundament viel weniger Beton benötigt als ein Plattenfundament, bietet sich ein eigenes Anmischen des Betons an. Sie benötigen einen Zementmischer, eine Schubkarre, eine Schaufel sowie ein 20-25 cm langes Holzstück mit einer geraden Kante.

Beginnen Sie das Gießen an einer Seite des Holzrahmens und arbeiten Sie in Richtung der anderen Seite. Benutzen Sie eine Schaufel und ein langes Holzstück zum Ebenen des frischen Betons. An warmen Tagen benötigt der Beton einige Stunden zum Aushärten, an kühleren Tagen 4-5 Stunden.

Wenn die Streifen verlegt sind, bereiten Sie den Untergrund zwischen den Streifen vor. Heben Sie ca. 5 cm Boden aus und decken Sie den Untergrund dann mit einer feuchtigkeitsbeständigen Folie, Geotextil oder ähnlichem ab. So wächst kein Gras unter dem Haus, das zu Schimmel und Fäule führen könnte.

Entfernen Sie nun die vorher angebrachten Pfosten und schlagen Sie die Holzrahmen um die Streifen ab. Das endgültige Aushärten des Betons benötigt 2-3 Tage. Erst dann können Sie mit der Montage des Gartenhauses beginnen.

D) Gehwegplatten

Ein Fundament aus Gehwegplatten eignet sich für kleine und mittelgroße Gartengebäude. Es lässt sich überaus einfach anlegen, ist relativ billig und benötigt keine Verwendung von Beton. Es sieht schön aus und lässt sich später leicht entfernen, falls Sie ein größeres Holzhaus montieren möchten. Außerdem lässt sich ein Gartenhaus auf dieser Fundamentart denkbar einfach montieren.

Welche Fundamenttypen werden bei einem Gartenhaus am meisten verwendet?

Wie wird ein Fundament mit Gehwegplatten angelegt?

Heben Sie ein 15-18 cm tiefes Loch gemäß dem Grundriss Ihres Gartenhauses aus und rechnen Sie 10-15 cm an den Außenseiten hinzu, damit um das Haus ein trockener Streifen entsteht. Decken Sie den Bereich mit einer feuchtigkeitsbeständigen Folie oder ähnlichem ab.

Legen Sie nun eine Schicht von 15 cm Kies oder Gesteinskörnungen an, die Sie mit einem Rechen ebenen und mit einer Miniwalze oder einem Stampfer verdichten.

Legen Sie nun eine 3 cm dicke Schicht von Sand an, die Sie mit Schaufel und Rechen ebenen, aber nicht verdichten.

Verlegen Sie nun die Gehwegplatten. Lassen Sie zwischen den Platten 3 mm Abstand und klopfen Sie sie fest. Achten sie darauf, dass die Platten waagerecht verlegt werden.

Füllen Sie die Rillen zwischen den Platten so dicht wie möglich mit Sand.

E) Fundamentschrauben

Fundamentschrauben sind kostengünstig und lassen sich schnell und einfach anbringen. Sie gewährleisten ein haltbares Fundament für Gartenhäuser jeder Art und Größe, wenn der Untergrund nicht zu steinig ist. Ein derartiges Fundament eignet sich auch ideal für Häuser und Schuppen auf einem schrägen und unebenen Untergrund. Das Anbringen von Fundamentschauben benötigt keine besonderen Kenntnisse und kein besonderes Können. Sie werden 60-90 cm tief in den Boden gebracht. Stellen Sie daher sicher, dass sich in dem Bereich keine Kabel, Röhren, Wärmepumpen oder ähnliches befinden.

Welche Fundamenttypen werden bei einem Gartenhaus am meisten verwendet?

1) Fundamentschrauben 2) Holzbalken 3) Fundamenthölzer 4) Bodenbretter

Wie werden Fundamentschrauben angebracht?

Im Prinzip werden die Fundamentschrauben einfach in den Untergrund geschraubt, dann werden dicke und stabile Holzbalken auf die Schrauben gelegt.

Fundamentschrauben in U-Form sind am bequemsten für das Bauen eines Fundaments von Sommerhäusern, denn die Fundamenthölzer lassen sich einfach im U-Profil anbringen und sitzen dort sicher und fest. Eine Fundamentschraube kann ein Gewicht von 500-1000 kg aushalten und kostet ca 35 Euro.

Sie benötigen die korrekte Anzahl an Fundamentschrauben, Holzbalken, Holzschutzmittel, eine feuchtigkeitsbeständige Folie, Kies, eine Säge, Schrauben, einen Schraubenzieher, eine Schaufel, einen Rechen und ein 50-70 cm langes Holzbrett oder Metallrohr, um die Schrauben in den Untergrund zu drehen. Die Holzbalken sollten so dick sein wie die Innenbreite der U-Profile oder ein bisschen weniger und ca. 100-120 mm hoch. Dicke und stabile Balken lassen Sie ein stabiles Fundament mit weniger Fundamentschrauben bauen, wodurch Sie ein wenig Geld sparen können.

Der Grundriss Ihres Gartenhauses gibt Aufschluss darüber, wie viele Fundamentschrauben und Holzbalken Sie benötigen. Wenn Sie 50-70 mm dicke und 100-120 mm hohe Balken verwenden, können Sie eine Fundamentschraube alle 1,5 m unter dem Balken anbringen. Die Holzbalken müssen senkrecht zu den Fundamenthölzern des Gartenhauses verlegt werden, und der Abstand zwischen den Balken sollte nicht mehr als 80-100 mm betragen, damit der Boden stabil ist und sich nicht biegt.

Schneiden Sie die Holzbalken zu und behandeln Sie sie mit Holzschutzmittel.

Markieren Sie die Lage des Holzhauses und heben 7-10 cm Erde aus. Drehen Sie die Fundamentschrauben in den Boden, indem Sie ins U-Profil ein Stück Holz oder einen Metallstab legen.

Decken Sie den gesamten Bereich mit feuchtigkeitsbeständiger Folie ab und füllen Sie ihn mit Granitmischung oder Kies. Ebenen Sie die Fläche mit Schaufel und Rechen.

Legen Sie die Holzbalken auf den Fundamentschrauben auf und schrauben Sie sie fest.

F) Betonpfeilerfundament

Ein Fundament aus Betonpfeilern eignet sich am besten, wenn Sie auf stark abfälligem oder feuchtem Untergrund bauen. Es wird auch verwendet, wenn das Sommerhaus hoch über dem Erdboden sein soll. Ein Betonpfeilerfundament ist für jedes Gartenhaus geeignet und benötigt weniger Arbeitsstunden als ein Platten- oder Streifenfundament, so dass Sie mit ihm Zeit und Geld sparen können.

Fundamenttypen

Wie bauen Sie ein Fundament aus Betonpfeilern?

Sie benötigen folgende Werkzeuge: einen Schneckenbohrer, eine Schaufel, einen Rechen, einen Zementmischer, eine Schubkarre, 50-60 cm lange Holzpfosten, eine Wasserwaage, ein Maßband und eine Handsäge. Außerdem werden benötigt: Zementmischung, Kies, Röhrenformen für die Betonpfeiler mit einem Durchmesser von 15-20 cm sowie eine feuchtigkeitsbeständige Folie.

Heben Sie zunächst 7-10 cm Erde gemäß dem Grundriss aus.

Graben Sie mit einem Schneckenbohrer 50-60 cm tiefe Löcher gemäß dem Grundriss. Der Abstand zwischen den Pfeilern sollte weniger als einen Meter betragen, damit der Boden des Haus stabil ist. Die Löcher müssen mindestens 20 cm tiefer sein als die Frostgrenze und einen etwas größeren Durchmesser als die Röhrenformen haben.

Füllen Sie den Boden des Lochs mit 15 cm Kies und verdichten Sie ihn mit einem Holzpfosten.

Schneiden Sie die Röhrenformen mit einer Handsäge zu. Messen Sie die Tiefe des Lochs ab und fügen Sie 7-10 cm hinzu. Dieser Gesamtlänge fügen Sie nun noch die Länge hinzu, die die Pfeiler über dem Erdboden haben sollen.

Fügen Sie die Röhrenformen in die Löcher ein und achten Sie darauf, dass sie waagerecht sind. Mischen Sie nun den Zement an und gießen Sie ihn in die Röhren.

Decken Sie den gesamten Bereich mit einer feuchtigkeitsbeständigen Folie an und füllen Sie den Bereich mit Kies auf. Das Aushärten des Zements dauert drei Tage. Erst dann können Sie mit der Montage Ihres Gartenhauses beginnen.

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