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Modernes Gärtnern – Welche Gartenwerkzeuge gehören ins Gerätehaus?

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Der moderne Gärtner arbeitet eher mit der Natur als gegen sie, wie das früher oft der Fall war. Beispiele dafür, wie sich das Gärtnern verändert hat sind etwa:

  • Die Eigenschaften von Beikräutern, die früher noch als „Unkraut“ bezeichnet wurden, werden entdeckt. Viele sind essbar, viele besitzen heilkräftige Wirkungen und andere sind unverzichtbar für eine intakte und vielfältige Natur im Garten.

  • Ackergifte werden nicht nur im Gemüsegarten, sondern auch im Ziergarten immer verpönter, weil man sich der Belastung, der jeder durch die Produktionsmethoden der modernen Landwirtschaft sowieso schon ausgesetzt ist, immer bewusster wird.

  • Biologische Vielfalt im Garten mit möglichst vielen Tier- und Pflanzenarten ist willkommen, um durch ein funktionierendes, ausgewogenes Ökosystem auf die Hilfe chemischer Mittel mehr und mehr verzichten zu können.

  • Die Bildung von Humus, die Funktionen von pflanzlicher Biomasse im Boden, das Zusammenspiel der Bodenbewohner mit den Pflanzen, die Wirkung von Mulch und einer natürlichen Schichtung des Gartenbodens werden immer besser verstanden.

Dies sind nur einige Beispiele. Tatsächlich wächst mit dem Verständnis der natürlichen Abläufe und vernetzten Systeme auch immer mehr der Wunsch, diese auch im eigenen Garten wiederzufinden und dementsprechend hat sich das Gärtnern verändert und verändern sich auch die Werkzeuge, die im Gerätehaus auf ihren Einsatz beim Gärtnern warten. 

Was zeigt das Gerätehaus über den Gärtner?

Das fängt schon mit dem Material an: Ein Gerätehaus aus Holz ist der Ausweis für einen naturverbundenen Gärtner. Der naturverbundene Mensch wird Plastik gegenüber eher negativ eingestellt sein und dementsprechend Gerätehäuser aus Plastik ablehnen. Dass Plastik natürlich auch trotz UV-Schutzbeschichtungen mit der Zeit ausbleicht und trocken und rissig wird, ist nur ein weiteres Argument. Natürlich kann man auch ein Gerätehaus selber mauern, aber der Aufwand dafür ist unverhältnismäßig viel größer, als wenn Sie sich einfach ein Gerätehaus aus vorgefertigten Teilen bestellen und – je nach Größe – innerhalb eines oder zwei Tagen aufbauen. Bei etwa gleichen Gesamtkosten kommt das Gerätehaus aus Holz dann durchschnittlich auf eine gleiche Lebensdauer, sieht gut aus und ist leicht individuell ausbaubar. Ein Blick in das Gerätehaus auf die einzelnen Werkzeuge, sagt dann natürlich dem Kundigen wieder viel über die Art des Gärtnerns.   

Das Gerätehaus als logistische Zentrale der Hausgärtnerei

Der ganze Sinn und Zweck eines Gerätehauses ist ja oft, dass man einfach alles, was man für die Gartenarbeit braucht an einem Fleck zusammen hat und dieser Fleck kann mitten im Garten, mitten im gärtnerischen Geschehen sein. Das verkürzt die Wege und macht die Arbeiten effektiv. Selbst bei einer Tätigkeit wie dem Hobbygärtnern, welches nicht dem Broterwerb, sondern weitgehend der Entspannung dient, lieben wir es, unsere Arbeiten effizient zu organisieren. Dafür gönnen wir uns ja dann auch einmal eine schöne Pause zwischendurch mit Blick auf unser Werk. Das kann durchaus auch bei größeren Modellen von der eigenen überdachten Terrasse des Gartenhauses aus sein. Auch bieten wir viele Modelle, wo das Gerätehaus unter demselben Dach wie ein Gartenhaus integriert ist, welches dann für andere Zwecke, wie Freizeit, Geschäft oder Geselligkeit zur Verfügung steht.  

Welche Gartenwerkzeuge brauchen Sie im Gerätehaus? 

Das kommt natürlich darauf an, wie Sie gärtnern. Ein Beispiel ist etwa das Umgraben. Wer immer noch Jahr für Jahr im Frühjahr den Garten umgräbt, um den Boden für die Gemüsebeete aufzulockern, der hat noch nicht gelernt, zu mulchen und die Regenwürmer die Auflockerungsarbeit in einem natürlich geschichteten Boden verrichten zu lassen. Das funktioniert natürlich nur dann, wenn Sie solche Beete auch konsequent nicht betreten.

Wenn Sie die Natur mit ihren weichen, immer mit Laub bedeckten, humusschwarzen Waldböden als Vorbild nehmen, dann werden Sie nicht umgraben, sondern vielleicht, wenn es nötig ist, den Boden mit einer Grabegabel tief auflockern, ohne ihn dabei umzuschichten. Deswegen werden Sie trotzdem noch den guten alten Spaten im Gerätehaus haben, etwa um Pflanzlöcher zu graben oder Gräben, wie zur Entwässerung, zur Verlegung von Leitungen oder zum Teilen von Wurzelballen, etwa zur Vermehrung von Stauden. Für viele solche Tätigkeiten, auch für das Umgraben selber kann man auch eine Grabegabel nehmen, was in vielen Fällen den Regenwürmern wenigsten noch eine kleine Chance lässt.

Werkzeuge im Gerätehaus, die fast jeder Gärtner brauchen kann

Wir wollen einmal Werkzeuge aufzählen, die jeder brauchen kann, wobei im Gerätehaus bei den meisten Gärtnern auch immer noch zusätzlich besondere Werkzeuge für spezielle Aufgaben zu finden sind.

  • Spaten und Grabegabel haben wir schon im vorigen Abschnitt behandelt

  • Hacken: Große, langstielige Hacken und kleine Handhacken sind Werkzeuge, die man zur Bodenauflockerung da braucht, wo man etwa neue Beete anlegt auf Grund, der bisher noch nicht über Jahre hinweg gemulcht war oder der begangen wurde. Auch zum Weghacken von Beikräutern werden sie verwendet.

  • Schaufel: eine Schaufel nutzt man etwa zum Umschichten von Kompost oder überall da, wo Sie viel lockeres Material bewegen möchten

  • Der vorne spitz zulaufende Pikierstab wird genutzt, um Pflanzlöcher in den Boden zu stechen: Obgleich pikieren, also das Umsetzen von jungen Sämlingen die bereits beginnen, echte Blätter zu bilden, auch ohne Pikierstab geht, erleichtert dieser doch die Arbeit ganz erheblich, besonders, wenn man größere Mengen von Sämlingen umpflanzen möchte.

  • Kneifzange: Obwohl Sie dieses Werkzeug vielleicht eher in der Heimwerkerabteilung vermutet hätten, ist sie dennoch ein nützliches Werkzeug für alle, die temporäre Gerüste und Wuchshilfen bauen. Ob das ein Klettergerüst für die Stangenbohnen ist oder ein Stützgerüst für Tomaten oder Physalis: Aus Bambus oder auch einfach Zweigen und Ästen lassen sich solche Wuchshilfen mit Hilfe von Draht zusammenbinden.

  • Folientunnel: Diese werden von immer mehr Gärtnern genutzt, um die doch sehr kurze Vegetationszeit in unseren Breiten etwas zu verlängern. Sogar Wintergemüse, welches eigentlich auch ohne auskäme, profitiert von Folientunneln als Wind- und Schneeschutz.

  • Gießkanne: Wenn auch die Bewässerung oft mit effektiveren Systemen, wie etwa der Pumpe aus dem Regenwassertank durchgeführt wird, bleibt die Gießkanne doch zum gezielten und schonenden Gießen, etwa von frisch ausgepflanzten Setzlingen unverzichtbar.

  • Baumschere: Diese dient nicht nur dem Beschneiden von Obstbäumen, sondern möglicherweise auch der Pflege von Naturhecken, die durch den Beschnitt immer dichter werden, Zäune ersetzen können und nebenbei noch ein wahrer Jungbrunnen für die Natur im Garten sind. Denselben Funktionen dient auch die Baumsäge.
  • Ein Rechen gehört in jedes Gerätehaus. Nicht nur zum Aufrechen von Herbstlaub, das, wie Sie sich an den Waldboden erinnern, alternativ an vielen Stellen auch durchaus liegenbleiben und den Bäumen und Sträuchern dann später als Bodendecker und Nahrung dienen könnte, sondern auch zur sekundären Bodenbearbeitung, dem Feinkrümelig-Machen von Erde, die halt künstlich aufgelockert werden musste, weil sie noch nicht lange genug gemulcht war oder begangen wurde. Beispiele sind Möhrenbeete, wo Sie die feinen Samen auch großflächig in ein feinkrümeliges Beet aussähen können, die dann mit dem Rechen leicht untergehackt werden. Die feinen Möhrensämlinge sind ein seltenes Beispiel, wo Sie nicht ins gemulchte Beet einsähen, außer Sie entscheiden sich für eine Reihenaussaat, dann können Sie den Mulch über der Einsaatrinne einfach nach beiden Seiten auseinanderschieben. 

Für weitere Informationen über unsere Gerätehäuser kontaktieren Sie uns  oder rufen Sie uns unter 0720 880 565 an.

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