Holzgarage oder andere Baustoffe – Was ist die beste Option für Ihr Auto?

Eine Holzgarage, eine gemauerte Garage, Stahl oder gar Kunststoff: Was sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Baumaterialien für eine Garage? Wenn Ihr Garagenmaterial-Favorit klar ist, dann lesen Sie ruhig weiter, denn es geht letztlich um Ihr vermutlich teuerstes Stück: Ihr Auto, seine Lebensdauer und Werterhaltung.

Ob Holzgarage oder nicht – Ein Auto gehört in eine Garage

Das Auto gehört für die meisten zu Ihren wertvollsten Besitztümern. Dennoch werden ganz einfache Mittel zur Werterhaltung oft nicht ausgeschöpft. Ein Auto ohne Garage altert viel schneller, wird von Sonne, Regen, Hagel, Schnee sowie mit Ausscheidungen fliegender Tiere, Pollen, Staub malträtiert, bei Sturm auch gerne mal mit umherfliegenden Blättern oder gar Zweigen. Das ist schon für sich eine Belastung für den Lack, aber Autowäschen, die ohne Garage häufiger nötig sind, stellen Sie vor die Alternative, Ihrem Lack in Autowaschanlagen den sprichwörtlichen Rest zu geben oder regelmäßig selber mit schonenderen Autowäschen Hand anzulegen. Wirklich schonend ist aber keine Autowäsche, denn eines ist doch immer so: Der Schmutz auf der Oberfläche wird mit Detergenzien, also meist Wasser mit Seifen oder Spülmitteln, gelöst und dieses oberflächenentspannte Schmutzwasser sickert hervorragend in jede noch so kleine Ritze, Spalte oder Riss im Lack. Ein sauberes Auto ist eine schöne Sache, aber sehen wir der Wahrheit ins Gesicht: Je weniger Sie waschen müssen, desto besser für das Auto. Diesen Schutz vor Schmutz bieten alle Garagen, ob aus Holz oder anderen Materialien.

Eine Garage bedeutet gesteigerten Komfort

Nicht nur für das Auto bedeutet die Garage einen handfesten Vorteil in Punkto Lebensdauer und Werterhaltung, klare Vorteile bieten sich auch dem Autobesitzer: Wer schon einmal im Winter morgens vor der Arbeit im Dunkeln bei eisglatt zusammengepresstem, buckeligen Schnee mühsam die Balance haltend die vereisten Scheiben des draußen übernachteten Autos freigekratzt hat, der wird schon einen ersten Geschmack davon bekommen haben, was eine Garage, sei es eine Holzgarage oder einfach irgendein Unterstand für das Auto wert sein kann. Ähnlich ergeht es Ihnen, wenn Sie im strömenden Regen vom Einkaufen zurückkommen. Während Sie den Schirm aufspannen, um nicht selbst nass zu werden, merken Sie beim Ausladen, dass Sie eigentlich einen dritten Arm bräuchten, um auch Tüten und Kartons trocken aus dem Auto ins Haus zu befördern. Eine fast unmögliche Aufgabe, vor der nur diejenigen noch nie standen, die noch nie ein Auto ohne Garage hatten.

Holzgaragen lassen sich am besten ausbauen

Ein weiterer Komfortfaktor ist natürlich, dass Sie mit Ihrer Garage einen Raum bekommen, in dem Sie alles, was mit dem Auto zu tun hat trocken und sicher lagern können. In größeren Garagen kann man bei Interesse sogar gleich noch eine kleine Werkstatt einrichten. Hier finden Sie einen Nachteil bei Stahl- oder Kunststoffgaragen: Regale, Wandschränke, Speicherelemente lassen sich in Stahl und Kunststoff wesentlich schlechter installieren. Bohrlöcher in Stahl werden immer auch einen Zugang für Feuchtigkeit und damit Rost erzeugen. In Beton lassen sich mit Spezialbohrern ganz gut Löcher bohren, aber am einfachsten ist der Ausbau natürlich in einer Holzgarage. Das gilt für den Einbau von Aufbewahrungselementen wie auch schon für das einfache Verlegen von Kabeln für eine Steckdose oder Beleuchtung. Holz lässt sich prima bohren oder nageln, ohne irgendwelche nachteiligen Auswirkungen

Die Holzgarage bietet ein ausgeglichenes Innenklima

Hier ist ein Faktor, der bei keinem anderen Baumaterial in dem Maße vorhanden ist. Bekannt ist ja, dass Holzhäuser aus diesem Grund besonders angenehm zu bewohnen sind: Das Holz isoliert gegen Hitze, wie Kälte und hält als atmungsaktiver Baustoff eine ausgeglichene Luftfeuchtigkeit im Inneren. Ja, das Holz säubert sogar die Luft, so dass Holzhäuser deswegen bei Asthmatikern oder Allergikern besonders beliebt sind. Wenn Sie Ihre Garage zusätzlich als Werkstatt nutzen oder vielleicht zukünftig einmal anderen Zwecken zuführen möchten, dann ist ein wohnliches, angenehmes Innenklima natürlich von Vorteil, aber ist es auch für eine Garage wichtig, die ausschließlich als Zuhause für Ihr Auto dienen soll?

Holzgaragen schützen vor Kondensationswasser

Das bei allen Besitzern von wasserempfindlichen Gegenständen gefürchtete Kondensationswasser entsteht, wenn Luft mit einer hohen Feuchtigkeit plötzlich abkühlt. Das geschieht etwa auf kalten Gegenständen, wie wir es etwa bei Gläsern mit kalten Getränken kennen oder bei schlecht isolierten Fensterscheiben, wenn es draußen kalt ist.

Holz wirkt der Entstehung von Kondensationsnässe auf zwei Arten entgegen: zum einen absorbiert Holz bei hoher Luftfeuchtigkeit Wasser aus der Luft und gibt es wieder ab, wenn es wieder trockener wird. Es wirkt also ausgleichend auf den Verlauf der Luftfeuchtigkeit. Das merkt man etwa, wenn man einmal ein regennasses Auto in eine Holzgarage einparkt oder in eine aus einem Baumaterial, das diese Atmungsaktivität nicht besitzt: Das Auto trocknet in der Holzgarage schneller wieder ab.

Zum anderen ist Holz auch ein hervorragender Wärmedämmstoff. Das heißt weder die hohen Luftfeuchtigkeiten, die zur Entstehung von Kondensationsnässe nötig sind, noch die plötzlichen Abkühlungen dieser Luft treten in Holzgaragen auf. Und das ist der Grund, warum das Innenklima in Holzgebäuden nicht nur für Menschen so wohltuend ist, sondern gleichermaßen auch für Autos.  Daher ist auch der Betrieb von Dauerventilatoren, wie sie in Garagen aus dampfdichten und schlecht wärmeisolierenden Baustoffen oft üblich sind, in Holzgaragen nicht nötig.

Ein Vorteil der Holzgarage: Schneller Aufbau, flexibler Standort

Während viele bereits eine Garage für Ihr teures Auto besitzen, manche sogar ihr Heim mit einer Doppelgarage für das Zweitauto oder das Auto des heutzutage ja oft ebenfalls berufstätigen Partners ausgestattet haben, wird es meist spätestens dann eng, wenn der Nachwuchs auch den Führerschein macht und nun auch ein Auto möchte. Auch für dieses Auto gilt: Werterhalt geht am besten in einer Garage, weshalb man ja mit dem Stichwort „Garagenfahrzeug“ bei Kleinanzeigen für gebrauchte Autos gleich bessere Preise erzielt.

Das Problem: Das Grundstück ist meist nicht auf eine weitere Garage ausgelegt. Hier findet sich ein weiterer Vorteil von Holzgaragen: Während Beton- oder Stahlgaragen oft fertig geliefert werden und mit schweren Kränen an ihren Standort gesetzt werden müssen, werden Holzgaragen in perfekt zugesägten Einzelteilen geliefert, die natürlich auch leicht an Bauplätze – etwa hinten auf dem Grundstück – transportiert werden können, zu denen schwere Kräne wegen der Befestigung des Fahrweges keinen Zugang haben. Ein Bauplatz für eine Holzgarage ist wesentlich leichter zu finden, als ein Stellplatz für eine Fertiggarage aus einem anderen Material.

Fazit: Wer schnell eine dauerhafte, funktionelle Garage braucht und seinem Auto einen Aufenthaltsort mit materialschonender und werterhaltender Innenatmosphäre gönnen möchte, für den bietet eine Holzgarage eine ganze Reihe von Vorteilen, die Garagen aus anderen Materialien nicht bieten können.