Nach dem Aufbau wirkt der Platz rund ums Gartenhaus oft kahl. Bepflanzen Sie ihn mit einer Grundregel im Kopf: Zwischen Pflanze und Holzwand muss Luft bleiben, damit das Holz nach Regen abtrocknet. Das Wichtigste auf einen Blick:
Der Bau macht den Garten oft zur pflanzenlosen Baustelle. Ist das Gartenhaus aufgebaut und der Holzschutz angebracht, geht es an die Neugestaltung. Die richtige Bepflanzung hängt von Ihren Bedürfnissen und vom Standort ab. Klären Sie vorab: Brauchen Sie Sichtschutz, oder ist Ihnen viel Licht im Gartenhaus wichtiger? Manche Begrünung verursacht erheblichen Pflegeaufwand. Wie viele Stunden pro Woche möchten Sie künftig investieren?
Wer Beete, Kübel und eine Sitzecke plant, braucht Fläche direkt am Haus. Gartenhäuser mit Terrasse oder Veranda geben Ihnen beides, und Sie bestimmen, wo Pflanzen stehen und wo das Holz frei bleibt.
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Ein Gründach ist ein wertvoller Lebensraum für Insekten und Vögel, ein Wasserspeicher und Luftfilter. Es schützt die Dachhaut und gleicht Temperaturschwankungen im Gartenhaus aus, weil es das Dach von außen isoliert. Anders als ein Dach aus Kunststoff oder Metall bleibt es bei Regen und Hagel nahezu still.
Dafür zahlen Sie mit hohen Kosten und Pflegeaufwand. Manche Gemeinden und Städte fördern Dachbegrünung, weil sie die Luft verbessert. Und nicht jedes Gartenhaus eignet sich. In Österreich gilt die ÖNORM L 1131 für Neigungen von 1° bis 30°. Steilere Dächer sind Sonderkonstruktionen. Ab etwa 10–15° brauchen Sie zusätzlich Schubschwellen, damit das Substrat nicht abrutscht.
Entscheidend ist das Gewicht. Eine Extensivbegrünung wiegt wassergesättigt laut Bundesverband GebäudeGrün (BuGG) 80–170 kg/m², eine intensive ab 300 kg/m². Die Schneelast kommt noch hinzu. Rechenbeispiel: Ein Gartenhaus mit 4 × 3 m Grundfläche und Dachüberstand hat rund 14 m² Dachfläche. Das ergibt eine Zusatzlast von etwa 1,1 bis 2,4 Tonnen (14 m² × 80 bis 170 kg/m²). Nur ein dafür ausgelegter Dachstuhl trägt das.
Planen Sie das Gründach deshalb von Anfang an mit. Fragen Sie unseren Kundenservice, ob Ihr Wunschmodell die Anforderungen erfüllt. Bei Dächern über 30° verzichten Sie besser darauf und setzen auf Fassaden- oder Beetbepflanzung.
Die Wandbegrünung ist deutlich leichter umzusetzen als ein Gründach. Kletterpflanzen lassen Ihr Gartenhaus natürlich in die Umgebung einwachsen. Bei Holz gilt aber: Manche Arten schaden. Efeu und Wilder Wein haften mit Haftwurzeln beziehungsweise Haftscheiben, die die Holzoberfläche angreifen können. Knöterich ist so stark, dass er sogar Steinmauern zerstören kann. Laut NABU darf die Fassade bei Efeu außerdem keine Risse haben, da er in Ritzen und Fugen wächst.
Dauerfeuchte schadet Holz, deshalb sollten Blätter die Wand möglichst nicht berühren. Häufiger Fehler: Die Pflanze wächst direkt an der Wand, Regenwasser bleibt hinter dem Laub stehen, und das Holz verfärbt sich oder fault. Montieren Sie stattdessen ein Rankgitter mit Abstandshaltern. Die Stadt Wien empfiehlt in ihrem Leitfaden zur Fassadenbegrünung mindestens 10 cm Abstand bei dünnen Trieben (Clematis) und mindestens 15 cm bei kräftigeren Arten wie Weinreben. Tragen Sie vorher einen gründlichen, hochwertigen Holzschutz auf, denn hinter dem Grün lässt sich die Wand kaum noch streichen.
Wählen Sie die Pflanze nach dem Standort. Gerüstkletterer wie Rosen oder Blauregen brauchen eine Kletterhilfe aus Draht, Holz oder Metall.

Für sonnige Lagen eignen sich Kletterrosen (mit Rankhilfe, je nach Art ein- oder mehrmals blühend) und Blauregen (Glyzinie). Er blüht zweimal jährlich und prächtig, ist aber frostempfindlich und pflegeintensiv. Im Halbschatten gedeihen Heckenkirschen (sommer- oder immergrün, pflegeleicht) und Clematis (variantenreich, mit Rankhilfe). Im Schatten fühlt sich die pflegeleichte Kletterhortensie wohl, ebenfalls mit Rankhilfe.
Hecken gibt es in vielen Größen und Wuchsgeschwindigkeiten, mit prächtigen Blüten, auffälligen Blättern oder Zweigen. Hohe, immergrüne Hecken dienen als Sichtschutz. Sommergrüne bieten besonders im Frühling mehr fürs Auge. Niedrige Hecken schützen nicht vor Blicken, schaffen aber klare Linien und lassen den Blick auf das Gartenhaus frei. Ideen dazu finden Sie in unserem Ratgeber zum schnellen Sichtschutz zum Nachbarn.
Immergrün sind Lebensbaum (Thuja), Kirschlorbeer, Buchsbaum, Eibe, Bambus, Feuerdorn und Rhododendron. Sommergrün wachsen Liguster, Berberitze, Spiere, Forsythie oder Hartriegel, der im Winter mit farbigen Ästen beeindruckt. Zwei Einschränkungen: Der Naturschutzbund Österreich nennt Kirschlorbeer invasiv und rät zu heimischen Gehölzen wie Weißdorn, Schlehe, Liguster oder Hainbuche. Und der Buchsbaumzünsler ist laut AGES inzwischen weit verbreitet und kann Buchs kahlfressen. Halten Sie zwischen Hecke und Holzwand mindestens 60–80 cm frei, damit die Wand abtrocknet und Sie sie streichen können.
Grenzt die Hecke an den Nachbarn? In Österreich gibt es keinen bundesweit festgelegten Pflanzabstand. Nach § 422 ABGB dürfen Sie überhängende Äste selbst fachgerecht zurückschneiden. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zu Zäunen und Nachbarschaftsrecht.
Ausladende Bäume und Sträucher in der Nähe des Gartenhauses sind echte Hingucker. Obstbäume und Beerensträucher schaffen eine grüne Umgebung und liefern Früchte. Achten Sie auf Boden und Licht. Soll der Baum die Laube im Sommer beschatten, pflanzen Sie ihn südlich vom Haus. Sind Ihnen lichtdurchflutete Räume wichtiger, gehört er auf die Nordseite.
Ragen Äste über das Dach, fallen Zweige und Laub auf die Dachfläche und verstopfen eventuell Regenrinne und Fallrohr. Kontrollieren Sie diese im Herbst. Pflanzen Sie Bäume außerdem nicht zu nah, da Blätter die Holzwand nicht dauerhaft berühren sollen und eine spätere Fällung das Haus beschädigen könnte. Für Büsche und Sträucher empfiehlt der Hersteller Karibu rund 2 m Abstand.
Beete am und nahe beim Gartenhaus eignen sich für Pflanzen jeder Wuchshöhe. Ihr Haus wirft an mindestens einer Seite Schatten, also setzen Sie dort keine sonnenliebenden Gewächse. Bewahren Sie ohnehin Gartengeräte im Haus auf, bietet sich ein Gemüsebeet direkt daneben an. Gemüse wächst auch zwischen einjährigen Pflanzen und Stauden. Wie ein mehrjähriges Beet gelingt, zeigt unsere Anleitung zum Staudenbeet. Viele Kräuter schätzen den Windschutz des Hauses und verströmen Duft.

Fehlt Ihnen Gartenerfahrung, beginnen Sie mit pflegeleichten Arten: Vergissmeinnicht, Lavendel, Pfingstrosen, Gräser, Fetthenne und Sommerflieder. Sonnig stehen Stockrosen, Sonnenblumen, Rosen, Nelken, Salbei und Kugeldisteln gut. Schatten vertragen Christrosen, Anemonen, Maiglöckchen, Schlüsselblumen und Schneeglöckchen. Mischen Sie Arten mit unterschiedlichen Blühzeiten, dann bleibt das Beet das ganze Jahr interessant. Hochbeete sind beliebt, weil sie rückenschonend sind und zusätzlich Sichtschutz bieten.

Besonders bei Gartenhäusern mit Terrasse oder Veranda ersetzen Pflanzkübel und Blumenkästen die Beete oder ergänzen sie. Blumenkästen hängen Sie unter die Fenster, Hängetöpfe unter das Vordach. Kübel schaffen schnell verschiedene Ebenen, ohne dass Sie auf das Wachstum einer Hecke warten. Der Klassiker Terrakotta ist zerbrechlich und algenanfällig. Modern sind Fiberglas, Edelstahl, Cortenstahl und Zink. Kombinieren Sie passende Arten: Oliven und Zitronen harmonieren mit Lavendel und Rosmarin.
Das Gartenhaus dient zudem als Winterquartier für empfindliche Kübelpflanzen. Olive, Oleander und Zitrus überwintern laut Dehner am besten hell bei 5–10 °C. Sie behalten ihre Blätter und brauchen deshalb Licht. Die Faustregel: Je wärmer das Quartier, desto heller muss es sein. Zitruspflanzen müssen laut NDR spätestens bei Temperaturen um 0 °C hinein. Ein unbeheiztes Holzhaus bleibt bei strengem Frost aber nicht automatisch frostfrei. Prüfen Sie es mit einem Min-Max-Thermometer. Mehr zur Vorbereitung lesen Sie in unserer Anleitung, wie Sie das Gartenhaus winterfest machen. Ein kleines Gartenhaus aus unserer Kategorie Kleine Gartenhäuser reicht für einige Kübel schon aus.
Eine freistehende Laube oder Pergola trägt Rosen und Clematis, ohne dass Pflanzen Ihre Hauswand berühren. So bleibt das Holz trocken, und der Platz wird zum Lieblingsort.
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Möchten Sie der Natur etwas Gutes tun, richten Sie hinter dem Gartenhaus eine „wilde Ecke“ ein, die weder gemäht noch betreten wird. Sie stört die Optik nicht und bietet Insekten Schutz und Lebensraum. Setzen Sie Früh- und Spätblüher, damit Insekten ganzjährig Nahrung finden.
Ersetzen Sie Teile des Rasens durch eine Wildblumenwiese. Sie macht weniger Arbeit, braucht aber Sonne und mageren Boden. Neben dem Haus im Schatten gedeiht sie kaum. Das Land Niederösterreich rät zu regionaltypischem Saatgut: 2–4 g pro m², im Verhältnis 1:5 mit Sand gemischt, in zwei Richtungen ausgestreut, angedrückt, nicht mit Erde bedeckt. Nach dem Etablieren genügen ein bis zwei Schnitte pro Jahr.
Wer Wand, Dach, Beete und Kübel nach diesen Regeln plant, hat ein Gartenhaus, das trocken bleibt und in einem lebendigen Garten steht.
Rechnen Sie mit mindestens 60–80 cm bei Hecken und rund 2 m bei Büschen. Ein Rankgitter für Kletterpflanzen hängen Sie 10–15 cm vor die Wand, damit das Holz abtrocknet.
Besser nicht direkt an der Wand. Efeu haftet mit Wurzeln, hält Feuchtigkeit und wächst in Fugen. Wählen Sie eine Clematis oder Kletterrose an einem Rankgitter mit Wandabstand.
Nein. Eine Extensivbegrünung bringt wassergesättigt 80–170 kg/m² plus Schnee auf das Dach. Fragen Sie vor dem Kauf nach der Statik, und bleiben Sie unter 30° Neigung.